Beschreibung
Der Palazzo Pretorio ist das Gerichtsgebäude von Pistoia an der Piazza del Duomo: Seit dem Mittelalter wird hier Recht gesprochen, und Fassade und Hof sind übersät mit den Wappen derer, die es gesprochen haben.
Das eigentliche Schauspiel sind die Wappen: Schilde aus Stein, Marmor, glasierter Terrakotta und Malerei, hinterlassen von den Podestà, den florentinischen Kommissaren und den übrigen Amtsträgern, die hier ihren Sitz hatten. Viele tragen eine Inschrift mit dem Namen der Person und den Jahren ihrer Amtszeit.
Im Hof sind die Wände der Loggia mit Schilden auf mal roten, mal blauen Arabeskengründen bemalt. Über dem großen Eingangsbogen halten zwei Löwen je einen weißen Schild mit rotem Kreuz; auf der gegenüberliegenden Seite werden die Schilde von Engeln in den Wolken getragen.
Achte auf die Steinbänke aus dem frühen 16. Jahrhundert: Hier saßen die Richter, denn im Hof fanden die öffentlichen Prozesse statt, vor aller Augen.
Das mittelalterliche Aussehen stammt allerdings zum großen Teil aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen 1842 und 1846 wurde der Palast nach Plänen von Giuseppe Faldi erweitert, indem man die Nachbargebäude einbezog, um ein Stockwerk mit Zwillingsfenstern aufgestockt und steinimitierend verputzt.
Das war eine bewusste Entscheidung: Mitten im Risorgimento wollte man an die glanzvollste Epoche der Stadt erinnern. Die Maler, die die Wappen im Hof vervollständigten, fügten auch einige Szenen hinzu, die den goldenen Zeiten Pistoias gewidmet sind.
Wer den Bau ursprünglich entwarf, ist unbekannt. Andrea Pisano, dem ihn manche zugeschrieben haben, kann es nicht gewesen sein: Er starb 1345, zweiundzwanzig Jahre bevor überhaupt vorgeschlagen wurde, einen Palast für den Podestà zu bauen. Wahrscheinlicher ist Cellino di Nese aus Siena, der 1337 das Kenotaph für Messer Cino da Pistoia schuf.
Ab 1816 war der Palast Sitz des Kollegialgerichts, ab 1838 des Gerichts erster Instanz. Der große Saal im ersten Stock ist bis heute der Verhandlungssaal.
Das eigentliche Schauspiel sind die Wappen: Schilde aus Stein, Marmor, glasierter Terrakotta und Malerei, hinterlassen von den Podestà, den florentinischen Kommissaren und den übrigen Amtsträgern, die hier ihren Sitz hatten. Viele tragen eine Inschrift mit dem Namen der Person und den Jahren ihrer Amtszeit.
Im Hof sind die Wände der Loggia mit Schilden auf mal roten, mal blauen Arabeskengründen bemalt. Über dem großen Eingangsbogen halten zwei Löwen je einen weißen Schild mit rotem Kreuz; auf der gegenüberliegenden Seite werden die Schilde von Engeln in den Wolken getragen.
Achte auf die Steinbänke aus dem frühen 16. Jahrhundert: Hier saßen die Richter, denn im Hof fanden die öffentlichen Prozesse statt, vor aller Augen.
Das mittelalterliche Aussehen stammt allerdings zum großen Teil aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen 1842 und 1846 wurde der Palast nach Plänen von Giuseppe Faldi erweitert, indem man die Nachbargebäude einbezog, um ein Stockwerk mit Zwillingsfenstern aufgestockt und steinimitierend verputzt.
Das war eine bewusste Entscheidung: Mitten im Risorgimento wollte man an die glanzvollste Epoche der Stadt erinnern. Die Maler, die die Wappen im Hof vervollständigten, fügten auch einige Szenen hinzu, die den goldenen Zeiten Pistoias gewidmet sind.
Wer den Bau ursprünglich entwarf, ist unbekannt. Andrea Pisano, dem ihn manche zugeschrieben haben, kann es nicht gewesen sein: Er starb 1345, zweiundzwanzig Jahre bevor überhaupt vorgeschlagen wurde, einen Palast für den Podestà zu bauen. Wahrscheinlicher ist Cellino di Nese aus Siena, der 1337 das Kenotaph für Messer Cino da Pistoia schuf.
Ab 1816 war der Palast Sitz des Kollegialgerichts, ab 1838 des Gerichts erster Instanz. Der große Saal im ersten Stock ist bis heute der Verhandlungssaal.